Nach den jüngst souveränen Heimsiegen und dreiwöchiger Pause waren die Heubacher voll fokussiert, sich bei der Bundesligareserve auf Platz zwei zurückzuarbeiten. Neben den Langzeitverletzten musste man auf Hieber und Maier verzichten, was der Tiefe im Rückraum nicht gerade zuträglich war.
Die Bittenfelder traten wie in den meisten Spielen mit einem neuen, bunten Mix aus Jung und Alt an, sodass man vor der Partie nicht wirklich einschätzen konnte, was sie erwarten würde. Doch die HHVer legten los wie die Feuerwehr: Eine stabile Abwehr, ein guter Berger im Kasten und viel Wucht im Gegenstoß und im Angriff brachten eine 5:0-Führung nach fünf Minuten ein, die wenig später auf 7:1 erhöht wurde.
Die Gastgeber zogen die fast schon überfällige Auszeit und konnten dadurch tatsächlich besser ins Spiel finden. Hauptakteur war in dieser Phase leider der etwas unsichere Unparteiische; besonders Urbaniak war von den Bittenfeldern kaum zu halten und wurde mehrmals strafwürdig gestoppt, was allerdings nicht geahndet wurde. Die Heubacher konnten in der Phase auch nur bedingt überzeugen: Wenn Chancen herausgespielt wurden, fanden diese allzu oft nicht den Weg in den gegnerischen Kasten. Fast schon zwangsläufig kamen die Gastgeber wieder heran und mit einem mageren 10:12 ging es in die Pause. Die Heubacher hatten in den ersten sieben Minuten so viele Tore erzielt wie in der restlichen Halbzeit.
Der zweite Durchgang startete zunächst ausgeglichen. Bittenfeld verkürzte nach einem vergegebenen HHV-Siebenmeter auf ein Tor Abstand. Zum Ausgleich kam es jedoch nicht; die Rosensteiner konnten die Führung stets verteidigen. Nach guten 41 Minuten gab es schließlich die erste Disqualifikation gegen den TV, was die Heubacher zu nutzen wussten. Romero vom Siebenmeterpunkt und der stark aufspielende Spielmacher Fauser erhöhten wieder auf vier Tore Abstand (14:18).
Die Hausherren kamen noch einmal auf zwei Tore Abstand heran, dann jedoch war der Bann vollends gebrochen und Heubach konnte auf sechs Tore davonziehen (18:24, 51.). Die Gastgeber versuchten nun viel, kamen aber nicht mehr entscheidend heran. Am Ende siegten die HHV-Männer verdient mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und sichern sich so den Einzug ins Final Four der Bezirksligen am Vatertagswochenende. Am 2. Mai gastiert die SG Bargau/Bettringen zum Saisonabschluss unter dem Rosenstein.
HHV: J. Girrulat, D. Berger; F. Krieg, D. Höppner (1), H. Schneider (1), M. Frey (4), M. Fauser (5/2), M. Junker (2), T. Schmid, F. Zimmerle (1), E. Romero (5/4), T. Wahl, R. Grau (5), N. Urbaniak (6).
Schiedsrichter: Herbinger (HB Ludwigsburg)
Zeitstrafen: HHV 3x; TV 1x
Rote Karten: Fehlanzeige